„Stets bemüht“: Bedeutung und Note im Arbeitszeugnis
Kurz gesagt: „Stets bemüht“ bedeutet im Arbeitszeugnis, dass die Anstrengung bestätigt wird, nicht das Ergebnis. In unserer Skala ist das Note 6, manche Tabellen lesen die Formel als Note 5. Eine bessere Fassung nennt die Leistung selbst, zum Beispiel „zu unserer vollen Zufriedenheit“.
Satz mit „stets bemüht“ einordnen
Im Feld steht ein Beispielsatz. Ersetzen Sie ihn durch den Satz aus Ihrem Zeugnis. Die Auswertung läuft in Ihrem Browser, Ihr Satz wird nicht übertragen.
Oder ein Beispiel ausprobieren:
Ein einzelner Satz ergibt noch keine Zeugnisnote. Der Zeugnis-Check liest das ganze Zeugnis, auch das, was fehlt.
Zum vollständigen Zeugnis-Check„Stets bemüht“ klingt nach Fleiß und gutem Willen. Im Arbeitszeugnis steht es am unteren Ende der üblichen Leistungsformeln: Der Satz bescheinigt die Anstrengung und schweigt zum Ergebnis. In unserer sechsstufigen Notenskala ist das die Note 6, manche Tabellen lesen „stets bemüht“ als Note 5. Diese Seite erklärt, warum gerade „bemüht“ abwertet, wie sich die Formel von „war bestrebt“ und „im Rahmen der Fähigkeiten“ unterscheidet, in welchem Zusammenhang das Wort harmlos sein kann und welche Formulierung für welche Note steht.
Redaktion arbeitszeugnis-checker.de · Stand:
„stets bemüht“ auf einen Blick
SteckbriefIm Zeugnis steht: stets bemüht
Note 6,0 · ungenügend
Übliche Lesart. Manche Notentabellen ordnen „hat sich bemüht, … zu unserer Zufriedenheit zu erledigen“ noch der Note 5 zu und erst das bloße Bemühen der Note 6.
Beispielsätze
- „Sie war stets bemüht, die ihr übertragenen Aufgaben sorgfältig und termingerecht zu erledigen.“
- „Er hat sich stets bemüht, den Anforderungen seiner Stelle zu entsprechen.“
- „Er bemühte sich stets, die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen.“
- „Sie ist stets bemüht, die ihr übertragenen Arbeiten selbstständig auszuführen.“
Nachbarformeln
| Formulierung | Note | Unterschied |
|---|---|---|
| „war stets bestrebt“Beispiel: Er war stets bestrebt, die vereinbarten Termine einzuhalten. | Note 5,0 · mangelhaft | Auch hier fehlt das Ergebnis, beschrieben wird nur die Absicht. Unser Regelwerk führt die Formel mit Note 5, der Satz-Check oben zeigt für den Satz Note 6. Eine scharfe Grenze zum Bemühen gibt es nicht. |
| „im Rahmen ihrer Fähigkeiten“Beispiel: Sie erledigte die ihr übertragenen Arbeiten im Rahmen ihrer Fähigkeiten. | Note 5,0 · mangelhaft | Die Arbeit wurde erledigt, der Zusatz verweist aber auf begrenzte Fähigkeiten: Mehr war nicht möglich. Auch hier zeigt der Satz-Check oben Note 6, unser Regelwerk führt die Formel mit Note 5. |
| „im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit“Beispiel: Er führte die ihm übertragenen Arbeiten im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit aus. | Note 5,0 · mangelhaft | Hier wird ein Ergebnis bestätigt und durch die Einschränkung wieder zurückgenommen. Beim Bemühen fehlt das Ergebnis ganz. |
| „stets zu unserer Zufriedenheit“Beispiel: Die Kassenabrechnungen führte er stets zu unserer Zufriedenheit durch. | Note 3,0 · befriedigend | Dasselbe „stets“, aber vor einem bestätigten Ergebnis. Dort hebt die Zeitangabe die Note, beim Bemühen in unserem Regelwerk nicht. |
Bessere Variante
„stets zu unserer vollen Zufriedenheit“Note 2,0 · gut
Beispiel: Sie erledigte die ihr übertragenen Aufgaben sorgfältig, termingerecht und stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
Was bedeutet „stets bemüht“ im Arbeitszeugnis?
Im Klartext heißt „stets bemüht“: Die Person hat sich durchgehend angestrengt, aber das Ergebnis hat nicht überzeugt. Ausdrücklich sagt der Satz das nicht. Er lobt den Einsatz und lässt offen, was dabei herauskam.
Im Zeugnis steht: Er war stets bemüht, die ihm übertragenen Aufgaben termingerecht zu erledigen.
Bestätigt wird, dass er es versucht hat. Ob die Aufgaben erledigt wurden, ob rechtzeitig und in welcher Qualität, steht nicht da.
Diese Lesart ist keine Erfindung von Ratgebern. Das Bundesarbeitsgericht nennt das Wort „bemühen“ ein bekanntes Beispiel dafür, dass im Zeugnis Kleinigkeiten über den Sinn einer Aussage entscheiden: Schweigt das Zeugnis zum Erfolg des Bemühens, ist die Wortwahl als Ausdruck von Tadel zu verstehen (Urteil vom 15.11.2011, Az. 9 AZR 386/10 (öffnet in neuem Tab)). Das Gericht verweist dafür auf eine eigene Entscheidung vom 23.06.1960 (Az. 5 AZR 560/58). Neu ist die Deutung demnach nicht.
Nach der grammatischen Form unterscheidet unser Regelwerk nicht: „War stets bemüht“, „hat sich stets bemüht“ und „bemühte sich stets“ liest es gleich, im Zwischenzeugnis ebenso die Gegenwartsform „ist stets bemüht“. Entscheidend ist, worauf sich das Bemühen bezieht. Geht es um die Aufgaben, die Anforderungen der Stelle oder die Zufriedenheit des Arbeitgebers, ist der Satz ein Urteil über die gesamte Leistung.
Warum „bemüht“ abwertet und was „stets“ daran ändert
Zeugnissprache kritisiert selten offen. Sie stuft das Lob ab und lässt weg, was nicht gelobt werden soll. Die übliche Leistungsformel hat zwei Teile: das Ergebnis („erledigte ihre Aufgaben“) und dessen Bewertung („zu unserer vollen Zufriedenheit“). „Bemüht“ ersetzt beide Teile durch den Einsatz.
| Satz | Bestätigt wird | Offen bleibt |
|---|---|---|
| „Sie erledigte ihre Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.“ | Die Aufgaben wurden erledigt, dauerhaft und gut. | Nichts. |
| „Sie war stets bemüht, ihre Aufgaben zu erledigen.“ | Sie hat sich dauerhaft angestrengt. | Ob die Aufgaben erledigt wurden und wie gut. |
In der Zufriedenheitsformel hebt die Zeitangabe die Note: „Stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ steht eine Stufe über derselben Formel ohne „stets“. Beim Bemühen fehlt dafür die Grundlage. „Stets“ verstärkt das, was der Satz bestätigt, und das ist hier allein die Anstrengung. Unser Regelwerk liest deshalb: Sie hat es dauerhaft versucht, und der Erfolg blieb dauerhaft aus. Es wertet das Bemühen mit und ohne „stets“ gleich. Manche Tabellen sehen die Fassung mit „stets“ eine Note besser, dazu mehr im nächsten Abschnitt. Ein Ergebnis kommt in keiner Lesart hinzu, auch nicht durch Zusätze wie „sehr bemüht“ oder „außerordentlich bemüht“: Sie steigern nur den Einsatz.
Welche Note ist „stets bemüht“?
Der Satz-Check oben und unser Zeugnis-Check arbeiten mit einer sechsstufigen Skala. Dort steht das Bemühen ganz unten: „Stets bemüht“ entspricht der Note 6 (ungenügend). Alle Stufen mit ihrer Formel zeigt die Seite Arbeitszeugnis-Noten.
Einheitlich ist die Einordnung nicht. Manche Notentabellen führen „stets bemüht“ als Note 5 (mangelhaft), manche als Note 5 bis 6. Dafür kommen mehrere Erklärungen in Betracht. Die Skala ist nirgends gesetzlich festgelegt: Die Fachliteratur stellt sie teils mit sechs, teils mit fünf Stufen dar, und das Bundesarbeitsgericht nennt beide Darstellungen nebeneinander (Urteil vom 18.11.2014, Az. 9 AZR 584/13 (öffnet in neuem Tab)). In einer fünfstufigen Skala ist „mangelhaft“ die schlechteste Note, tiefer als auf die 5 kann das Bemühen dort nicht fallen. Außerdem unterscheiden manche Tabellen nach dem Wortlaut, aber nicht einheitlich: Teils gilt „stets bemüht“ als Note 5 und erst „hat sich bemüht“ ohne Zeitangabe als Note 6. Ein Merkblatt der IHK Nürnberg für Mittelfranken („Das Arbeitszeugnis“, Stand September 2020) führt dagegen auch das Bemühen, die Aufgaben „zu unserer Zufriedenheit“ zu erledigen, als „ungenügend“.
Unser Regelwerk unterscheidet beim Bemühen weder nach der Zeitangabe noch nach dem Zusatz. Auch ein Satz wie „war stets bemüht, die Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit zu erledigen“ bleibt dort bei der Note 6: Die volle Zufriedenheit ist nur das Ziel, das angestrebt wurde, kein bestätigtes Ergebnis.
Umstritten ist damit nur, ob die Formel als 5 oder als 6 zählt. Unter dem Durchschnitt liegt sie in beiden Lesarten: Als durchschnittliche Leistung gilt nach dem Bundesarbeitsgericht die Note „befriedigend“ (Az. 9 AZR 584/13).
Die Note gilt für den Satz, nicht von selbst für das ganze Zeugnis. Fasst „stets bemüht“ die Leistung zusammen, bestimmt der Satz die Leistungsnote. Steht das Bemühen bei einem einzelnen Kriterium, etwa „war stets bemüht, Termine einzuhalten“, trifft die Abwertung zunächst dieses Kriterium. Wie das Gesamtbild ausfällt, hängt dann von der zusammenfassenden Leistungsformel, der Verhaltensbeurteilung und der Schlussformel im Arbeitszeugnis ab.
Abgrenzung: „bemüht“ ohne „stets“, „war bestrebt“, „im Rahmen der Fähigkeiten“
Mehrere Formeln arbeiten nach demselben Muster wie „stets bemüht“: An die Stelle des Ergebnisses tritt etwas anderes. Die Tabelle „Nachbarformeln“ oben nennt Note und Unterschied in Kurzform. Im Einzelnen:
- „Bemüht“ ohne „stets“: In unserem Regelwerk steht „hat sich bemüht, die Aufgaben zu erledigen“ auf derselben Stufe wie die Fassung mit „stets“. Tabellen, die beide Fassungen trennen, nennt der Abschnitt Welche Note ist „stets bemüht“?.
- „War bestrebt“ und „hat versucht“: Beschrieben wird die Absicht, ein Ergebnis wird nicht bestätigt. Unser Regelwerk führt diese Formeln mit der Note 5, eine Stufe über dem Bemühen. Eine scharfe Grenze ist das nicht, denn auch „bestrebt“ schweigt zum Erfolg.
- „Im Rahmen seiner Fähigkeiten“ oder „ihrer Möglichkeiten“: Anders als beim Bemühen wird bestätigt, dass die Aufgaben erledigt wurden. Der Zusatz zieht aber eine Grenze: Mehr war nicht möglich. Gelesen wird das als Leistung unter den Erwartungen, in unserem Regelwerk Note 5. Die Wendung ist ein klassischer Eintrag der verbreiteten Listen. Ob der Aussteller sie bewusst gesetzt hat, lässt sich am Text allein nicht belegen.
- Kombinationen: Treffen mehrere Abwertungen zusammen, etwa „hat sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten stets bemüht“, bleibt es in unserem Regelwerk bei der schlechtesten Stufe. Die Formeln heben sich nicht gegenseitig auf.
Wann ist „bemüht“ im Arbeitszeugnis harmlos?
Als Urteil über die Aufgaben fast nie. Für „stets bemüht, die Aufgaben zu erledigen“ kennen wir keinen Zusammenhang, in dem der Satz als Lob gelesen würde. Beim Wort „bemühen“ selbst kann es anders liegen. Das Bundesarbeitsgericht hält im Urteil vom 15.11.2011 fest, dass einer Formulierung im Zeugnis nicht zwingend eine abschätzige Bedeutung unabhängig vom Gesamtzusammenhang zukommt (Az. 9 AZR 386/10). Maßgeblich ist danach, ob das Zeugnis zum Erfolg des Bemühens schweigt. Daran lassen sich zwei Fälle messen:
- Der Erfolg steht dabei: „Sie bemühte sich mit Erfolg um die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen“ schweigt nicht zum Ergebnis. Damit fehlt das, woran die abwertende Lesart hängt.
- Das Wort steht außerhalb der Leistungsbeurteilung: In der Tätigkeitsbeschreibung kann „bemühte sich um“ schlicht heißen, dass sich jemand um etwas gekümmert hat. Auch dann kommt es darauf an, ob das Zeugnis sagt, was daraus wurde.
Eine gute Absicht des Ausstellers ändert dagegen nichts. Wer selten Zeugnisse schreibt, kann „stets bemüht“ als Lob meinen. Wer das Zeugnis später in einer Bewerbung liest, kennt diese Absicht nicht und sieht nur den Wortlaut.
Welche Formulierung besser ist: Varianten je Note
Besser wird der Satz erst, wenn er ein Ergebnis nennt und bewertet. In unserer sechsstufigen Skala steht deshalb jede Stufe der Zufriedenheitsformel über „stets bemüht“, auch die eingeschränkte. Tabellen, die „stets bemüht“ als Note 5 lesen, stellen die Formel neben die eingeschränkte Zufriedenheit. Die Tabelle zeigt dieselbe Tätigkeit von der Note 6 bis zur Note 3, also bis zum Durchschnitt.
| Note in unserer Skala | Formulierung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| Note 6 (ungenügend) | „war stets bemüht“ | „Sie war stets bemüht, ihre Aufgaben in der Lagerbuchhaltung zu erledigen.“ |
| Note 5 (mangelhaft) | „im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit“ | „Sie erledigte ihre Aufgaben in der Lagerbuchhaltung im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit.“ |
| Note 4 (ausreichend) | „zu unserer Zufriedenheit“ | „Sie erledigte ihre Aufgaben in der Lagerbuchhaltung zu unserer Zufriedenheit.“ |
| Note 3 (befriedigend) | „zu unserer vollen Zufriedenheit“, am unteren Rand der Note auch „stets zu unserer Zufriedenheit“ | „Sie erledigte ihre Aufgaben in der Lagerbuchhaltung zu unserer vollen Zufriedenheit.“ |
Über dem Durchschnitt liegen „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ (Note 2) und „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ (Note 1). Alle sechs Stufen zeigt die Notenskala mit Formulierung je Note.
Welche Stufe die richtige ist, entscheidet die tatsächliche Leistung. Ein Zeugnis muss in erster Linie wahr sein, und § 109 der Gewerbeordnung (öffnet in neuem Tab) gibt nach dem Bundesarbeitsgericht keinen Anspruch auf ein „gutes“ oder „sehr gutes“ Zeugnis, sondern auf ein leistungsgerechtes (Urteil vom 18.11.2014, Az. 9 AZR 584/13). Die Tabelle ist deshalb eine Übersicht der Abstufungen, keine Empfehlung für Ihren Fall.
Wie Sie vorgehen können, wenn Ihr Zeugnis „stets bemüht“ enthält, beschreibt der Ratgeber Schlechtes Arbeitszeugnis. Wer zuerst wissen will, wie das ganze Zeugnis zu lesen ist, kann sein Arbeitszeugnis prüfen lassen. Der Zeugnis-Check ist eine KI-gestützte Sprachanalyse, die jeden wertenden Satz einordnet. Auf Wunsch entstehen ein Gegenentwurf mit Anschreiben als Vorlage für den Arbeitgeber und eine englische Fassung. Eine Rechtsberatung ist der Check nicht.
Häufige Fragen: Stets bemüht
Ist „hat sich stets bemüht“ besser als „war stets bemüht“?
In unserem Regelwerk nicht: Beide Formen stehen dort auf derselben Stufe, auch ohne „stets“. Manche Tabellen lesen „stets bemüht“ als Note 5 und erst „hat sich bemüht“ ohne Zeitangabe als Note 6. Unter dem Durchschnitt liegt beides. Besser wird der Satz erst, wenn er ein Ergebnis bestätigt.
Was heißt „stets bemüht“, wenn es um das Verhalten geht?
Das Muster ist dasselbe. „War stets bemüht, mit Kolleginnen und Kollegen gut auszukommen“ bestätigt den Versuch und sagt nicht, dass er gelang. Ein Merkblatt der IHK Nürnberg für Mittelfranken („Das Arbeitszeugnis“, Stand September 2020) führt das Bemühen um ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten, Kollegen und Kunden als schwächste Stufe der Verhaltensbeurteilung. Unser Satz-Check zeigt den Satz unter „Leistung“ mit der Note 6 an, eine eigene Verhaltensnote für das Bemühen führt unser Regelwerk nicht.
Was ist schlechter: „stets bemüht“ oder „zu unserer Zufriedenheit“?
„Stets bemüht“. „Zu unserer Zufriedenheit“ ohne Zusatz ist die Note 4 (ausreichend) und bestätigt immerhin ein Ergebnis. „Stets bemüht“ bestätigt nur den Einsatz und liegt in unserer Skala mit der Note 6 zwei Stufen darunter, in manchen Tabellen eine.
Ist „stets bemüht“ ein Geheimcode?
Geheim ist an der Formel nichts: Die abwertende Lesart ist bekannt und folgt aus der üblichen Notentechnik der Zeugnissprache. Was das Bundesarbeitsgericht dazu sagt, steht im Abschnitt Was bedeutet „stets bemüht“ im Arbeitszeugnis?. Bei vielen Wendungen aus Geheimcode-Listen ist die Deutung dagegen umstritten. Welche das sind, zeigt die Seite Arbeitszeugnis entschlüsseln.
Wer muss im Streit belegen, dass „stets bemüht“ zutrifft?
Bescheinigt der Arbeitgeber eine unterdurchschnittliche Leistung, geht es nach dem Bundesarbeitsgericht zu seinen Lasten, wenn sich nicht aufklären lässt, ob die Beurteilung zutrifft (Urteil vom 14.10.2003, Az. 9 AZR 12/03 (öffnet in neuem Tab)). Wer eine bessere Beurteilung als „befriedigend“ verlangt, muss dagegen selbst vortragen und beweisen, was sie rechtfertigt (Urteil vom 18.11.2014, Az. 9 AZR 584/13). Mehr dazu im Abschnitt Wer muss was beweisen?. Was das für Ihren Fall bedeutet, kann nur eine Rechtsberatung klären, zum Beispiel durch eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder Ihre Gewerkschaft.
Gilt die Bedeutung von „stets bemüht“ auch im Zwischenzeugnis?
Ja. Das Zwischenzeugnis verwendet dieselben Formeln in der Gegenwartsform: „ist stets bemüht, die übertragenen Aufgaben zu erledigen“ wird wie im Endzeugnis gelesen. Aufbau und Anlässe erklärt die Seite Zwischenzeugnis.
Steht „stets bemüht“ in Ihrem Zeugnis?
Der Zeugnis-Check ordnet das ganze Zeugnis ein. Die Gesamtnote sehen Sie in der kostenlosen Vorschau.