Zum Inhalt springen

„Zur vollen Zufriedenheit“: Note und Bedeutung im Arbeitszeugnis

Kurz gesagt: „Zu unserer vollen Zufriedenheit“ ist im Arbeitszeugnis die Note 3 (befriedigend); so ordnet die Formel auch das Bundesarbeitsgericht ein (Az. 9 AZR 584/13). Das Wort „stets“ davor hebt die Formel auf Note 2.

Satz-Check

Satz mit „zu unserer vollen Zufriedenheit“ einordnen

Im Feld steht ein Beispielsatz. Ersetzen Sie ihn durch den Satz aus Ihrem Zeugnis. Die Auswertung läuft in Ihrem Browser, Ihr Satz wird nicht übertragen.

Ein Satz, höchstens 400 Zeichen. Bitte ohne Namen, denn nötig sind sie für die Einordnung nicht.

Oder ein Beispiel ausprobieren:

Ein einzelner Satz ergibt noch keine Zeugnisnote. Der Zeugnis-Check liest das ganze Zeugnis, auch das, was fehlt.

Zum vollständigen Zeugnis-Check

Welche Leistung bescheinigt ein Arbeitgeber mit „zur vollen Zufriedenheit“? Note 3, also „befriedigend“: Die Anforderungen wurden im Allgemeinen erfüllt, mehr sagt die Formel nicht. Zur Note 2 fehlt nach der üblichen Lesart eine Zeitangabe wie „stets“. Diese Seite erklärt, wie die Formel gelesen wird, was „vollen“ von „vollsten“ unterscheidet, warum das Bundesarbeitsgericht gerade an dieser Formulierung die Beweislast festmacht und welche Variante besser ist. Ihren eigenen Satz ordnen Sie mit dem Satz-Check auf dieser Seite ein.

Redaktion arbeitszeugnis-checker.de · Stand:

„zu unserer vollen Zufriedenheit“ auf einen Blick

Steckbrief

Im Zeugnis steht: zu unserer vollen Zufriedenheit

Im Klartext:

Note 3,0 · befriedigend

Übliche Lesart.

Beispielsätze

  • „Herr Beispiel erledigte die ihm übertragenen Aufgaben in der Auftragsabwicklung zu unserer vollen Zufriedenheit.“
  • „Sie betreute die Auszubildenden im Lager und führte diese Aufgabe zu unserer vollen Zufriedenheit aus.“
  • „Die Reisekostenabrechnungen der Abteilung bearbeitete er zur vollen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten.“
  • „Frau Muster erledigt ihre Aufgaben in der Kundenbetreuung zu unserer vollen Zufriedenheit.“

Nachbarformeln

Nachbarformeln von „zu unserer vollen Zufriedenheit“: Note und Unterschied
FormulierungNoteUnterschied
„stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“Beispiel: Er leitete die Spätschicht stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.Note 1,0 · sehr gutZeitangabe und „vollsten“ stehen zusammen. Das ist die Bestnote, zwei Noten über der Formel dieser Seite.
„zu unserer vollsten Zufriedenheit“Beispiel: Sie führte die Kasse der Filiale zu unserer vollsten Zufriedenheit.Note 2,0 · gut„Vollsten“ statt „vollen“, weiterhin ohne Zeitangabe. Wir werten das eine Note besser. Manche Quellen sehen die Formel zwischen Note 1 und 2.
„stets zu unserer Zufriedenheit“Beispiel: Er bearbeitete die Eingangsrechnungen stets zu unserer Zufriedenheit.Note 3,0 · befriedigendUmgekehrt gebaut: Die Zeitangabe ist da, das verstärkende „vollen“ fehlt. In unserer Skala dieselbe Note. Tabellen mit sieben Stufen führen sie eine Stufe unter der Formel dieser Seite, weiterhin als „befriedigend“.
„zu unserer Zufriedenheit“Beispiel: Sie übernahm die Wareneingangskontrolle und erledigte sie zu unserer Zufriedenheit.Note 4,0 · ausreichendOhne „vollen“ und ohne Zeitangabe bleibt nur die Feststellung, dass die Arbeit ausreichte. Eine ganze Note schlechter.

Bessere Variante

„stets zu unserer vollen Zufriedenheit“Note 2,0 · gut

Beispiel: Herr Beispiel erledigte die ihm übertragenen Aufgaben in der Auftragsabwicklung stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Was bedeutet „zur vollen Zufriedenheit“?

Die Formel gehört zur zusammenfassenden Leistungsbeurteilung. Das ist der Satz, der im qualifizierten Zeugnis üblicherweise am Ende des Leistungsteils steht und die Aussagen zu Fachwissen, Arbeitsweise und Ergebnissen in einem Urteil bündelt. „Zur vollen Zufriedenheit“ heißt dort: Die Arbeit entsprach im Allgemeinen den Anforderungen. Dass sie darüber hinausging, sagt der Satz nicht.

Die Umschreibung folgt der verbreiteten Definition der Schulnoten, auf die das Bundesarbeitsgericht verweist: „Befriedigend“ ist danach eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht. Entspricht sie ihnen voll, ist das schon „gut“ (Urteil vom 18.11.2014, Az. 9 AZR 584/13 (öffnet in neuem Tab)). Mit der Stimmung des Arbeitgebers hat „zufrieden“ dabei nichts zu tun: Nach demselben Urteil steht das Wort für eine Beurteilung, die sich an den objektiven Anforderungen der Aufgabe orientiert.

Im Zeugnis steht: Er führte die Lagerbuchhaltung zu unserer vollen Zufriedenheit.

Im Klartext:

Das verstärkende „vollen“ ist da, eine Zeitangabe wie „stets“ fehlt. Bescheinigt wird eine durchschnittliche Leistung, keine überdurchschnittliche.

  • Gesagt ist: Die Aufgaben wurden im Allgemeinen so erledigt, wie es von der Stelle zu erwarten war.
  • Offen bleibt: ob die Leistung darüber hinausging. Dafür stehen in der Zeugnissprache die Zeitangabe „stets“ und das Wort „vollsten“.
  • Nicht gemeint ist: versteckte Kritik. Die Formel ist kein Geheimcode, sondern eine Stufe einer offen abgestuften Skala.

Für die Lesart ist es gleich, ob „zur vollen Zufriedenheit“, „zu unserer vollen Zufriedenheit“ oder, wenn eine Inhaberin oder ein Inhaber unterschreibt, „zu meiner vollen Zufriedenheit“ dasteht. Auch die Zeitform ändert nichts: Im Zwischenzeugnis steht die Formel in der Gegenwart („erledigt ihre Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit“).

Welche Note ist „zur vollen Zufriedenheit“?

Ohne Zeitangabe steht „zur vollen Zufriedenheit“ für die Note 3 (befriedigend). So wertet unsere Skala, und so ordnet es das Bundesarbeitsgericht ein: Wird jemandem bescheinigt, er habe „zur vollen Zufriedenheit“ gearbeitet, wird das der Note „befriedigend“ zugerechnet. Das Gericht sieht darin die Bescheinigung einer durchschnittlichen Leistung, entsprechend einer mittleren Note der Zufriedenheitsskala (Urteil vom 18.11.2014, Az. 9 AZR 584/13).

Ganz einheitlich ist die Einordnung nicht. Dasselbe Urteil hält fest, dass diese Stufe teils als Zwischennote verstanden wird: als „voll befriedigend“, als „gutes“ oder „gehobenes“ Befriedigend. Das Gericht unterscheidet dabei nicht zwischen „zur vollen Zufriedenheit“ und „stets zur Zufriedenheit“. Wer so liest, sieht die Formel am oberen Rand der Note 3. Dazu passt der Leitsatz des Urteils von 2003, in dem es um dieselbe Formel ging: Er spricht von einer „gut durchschnittlichen Gesamtleistung“ (Urteil vom 14.10.2003, Az. 9 AZR 12/03 (öffnet in neuem Tab)).

Die Note 2 erreicht die Formel auch in dieser Lesart nicht. Für „gut“ muss nach dem Urteil von 2014 mehr als die „volle Zufriedenheit“ bescheinigt sein. Das kann durch eine Zeitangabe geschehen: „Gut“ ist danach, wem bescheinigt wird, er habe „stets“, „immer“ oder „durchgehend“ zur vollen Zufriedenheit gearbeitet.

Ist das eine gute Note? Rechtlich ist „befriedigend“ der Durchschnitt. Wie die Note im Vergleich mit anderen Zeugnissen wirkt, steht im Abschnitt zur Durchschnittsnote im Arbeitszeugnis.

Warum „befriedigend“ im Streit um das Zeugnis der Ausgangspunkt ist

An dieser Formel hängt in der Rechtsprechung, wer in einem Streit um die Zeugnisnote was darlegen muss. Der Fall, an dem das Bundesarbeitsgericht das 2014 entschieden hat: Eine Bürofachkraft hatte ein Jahr lang am Empfang einer Zahnarztpraxis gearbeitet. Die Praxis wollte ihr allenfalls „zur vollen Zufriedenheit“ bescheinigen, sie verlangte „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“. Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht gaben ihr in diesem Punkt recht. Das Landesarbeitsgericht hatte auf Studien verwiesen, nach denen gute und sehr gute Noten in Zeugnissen überwiegen.

Das Bundesarbeitsgericht hob dieses Urteil auf und verwies den Fall zurück (Urteil vom 18.11.2014, Az. 9 AZR 584/13). Der Leitsatz: Hat der Arbeitgeber im Zeugnis bescheinigt, die Leistungen seien „zur vollen Zufriedenheit“ erbracht worden, müssen Beschäftigte im Rechtsstreit die Tatsachen vortragen und beweisen, die eine bessere Schlussbeurteilung rechtfertigen sollen. „Befriedigend“ gilt dabei als Mitte der Skala. Wie häufig bessere Noten vergeben werden, hat nach dem Urteil keinen unmittelbaren Einfluss auf die Darlegungs- und Beweislast.

Neu war das 2014 nicht. Schon 2003 hatte derselbe Senat so entschieden, damals im Fall eines Softwareentwicklers, in dessen Zeugnis „zu unserer vollen Zufriedenheit“ stand und der das Wort „stets“ ergänzt haben wollte (Urteil vom 14.10.2003, Az. 9 AZR 12/03). Aus diesem Urteil stammt auch die Gegenrichtung: Liegt die bescheinigte Note unter „befriedigend“, trägt der Arbeitgeber die Darlegungs- und Beweislast. Die Note 3 ist deshalb der Punkt, an dem die Last wechselt.

Die ganze Verteilung zeigt die Tabelle unter Wer muss was beweisen?. Was die Studien zur Häufigkeit guter Noten sagen, steht im Abschnitt Welche Note der Durchschnitt ist.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung: Dieser Abschnitt gibt wieder, was das Bundesarbeitsgericht entschieden hat. Ob sich in Ihrem Fall eine bessere Beurteilung durchsetzen ließe, hängt von Ihren Umständen und Belegen ab. Das kann nur eine Rechtsberatung klären, zum Beispiel eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Arbeitsrecht oder Ihre Gewerkschaft.

„Vollen“ oder „vollsten“, mit oder ohne „stets“: die Nachbarformeln

Die Zufriedenheitsformel hat zwei Stellschrauben: den verstärkenden Zusatz („vollen“, „vollsten“) und die Zeitangabe („stets“). „Zur vollen Zufriedenheit“ nutzt die erste zur Hälfte und die zweite gar nicht. Wie sich die Note verschiebt, wenn ein Wort hinzukommt oder wegfällt, zeigt die Tabelle „Nachbarformeln“ oben auf dieser Seite: von der Note 1 für „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ bis zur Note 4 für „zu unserer Zufriedenheit“.

„Vollen“ und „vollsten“ unterscheiden sich um zwei Buchstaben und in unserer Skala um eine ganze Note. Dem Wortsinn nach ist „voll“ schon das Höchstmaß, in Zeugnissen hat sich „vollsten“ trotzdem als Zeichen der obersten Stufe eingebürgert. Wer „vollen“ liest, liest deshalb die schwächere der beiden Verstärkungen. Für „vollsten“ ohne Zeitangabe nennt das Bundesarbeitsgericht im Urteil von 2014 keine Note. Die Note 2 ist hier unsere Lesart.

Die zweite Formel der Note 3 ist das Spiegelbild: „stets zu unserer Zufriedenheit“ hat die Zeitangabe, aber kein „vollen“. Das Bundesarbeitsgericht nennt beide Formeln in einem Satz und rechnet beide der Note „befriedigend“ zu (Az. 9 AZR 584/13). Wo die Einordnungen auseinandergehen, steht auf der Seite zu „stets zu unserer Zufriedenheit“.

Im Zeugnis steht: Sie hielt stets alle Termine ein und erledigte ihre Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit.

Im Klartext:

Hier gehört das „stets“ zur Termintreue, nicht zur Zufriedenheitsformel. Die Formel selbst steht ohne Zeitangabe da, also bei Note 3. Der Satz-Check auf dieser Seite prüft nur, ob eine Zeitangabe im Satz vorkommt, und zeigt für diesen Satz die Note 2.

Wo der Satz-Check bei dieser Formel danebenliegen kann: Der Satz-Check arbeitet mit festen Mustern und kennt den Bezug der Wörter nicht. Neben dem „stets“ in einem anderen Satzteil betrifft das zwei weitere Fälle. Den Zusatz „durchgehend“, den das Bundesarbeitsgericht für „gut“ nennt, erkennt er nicht und zeigt dafür die Note 3. Und einen Satz wie „Insgesamt erledigte er seine Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit.“ wertet er als eingeschränkt und zeigt die Note 5, obwohl „insgesamt“ am Satzanfang auch nur die Zusammenfassung einleiten kann. Das ist dort meist zu streng.

Wenn die Einzelaussagen besser klingen als die Formel

Die Formel fasst zusammen, sie steht nicht für sich. Auffallen kann „zur vollen Zufriedenheit“, wenn die Einzelaussagen davor ein „stets“ enthalten und die Zusammenfassung nicht. Die Sätze sind erfunden.

Im Zeugnis steht: Er arbeitete stets sehr sorgfältig und zuverlässig. Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er zu unserer vollen Zufriedenheit.

Im Klartext:

Die Zusammenfassung bleibt hinter dem Lob davor zurück. Ob dahinter Absicht steckt oder ein vergessenes „stets“, lässt sich am Text allein nicht erkennen. Ein Anlass, genauer hinzusehen, ist es.

Wie ein Zeugnis klingt, in dem Leistung, Verhalten und Schlussformel auf derselben Stufe liegen, zeigen die Beispiele je Note. Was Dank, Bedauern und Wünsche am Ende bedeuten, erklärt die Seite zur Schlussformel im Arbeitszeugnis.

Solche Brüche zeigt nur der ganze Text. Der Satz-Check ordnet einen einzelnen Satz ein. Wer das ganze Arbeitszeugnis prüfen lassen möchte, nutzt den Zeugnis-Check: eine KI-gestützte Sprachanalyse, die die wertenden Sätze einordnet und eine Gesamtnote ausweist. Auf Wunsch entstehen daraus ein Gegenentwurf mit Anschreiben als Vorlage und eine englische Fassung. Eine Rechtsberatung ist der Check nicht.

Welche Formulierung besser ist: „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“

Die nächstbessere Formel unterscheidet sich durch ein einziges Wort: „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ steht für die Note 2 (gut). Unsere Skala liest „immer“ und „jederzeit“ genauso. Welche Zusätze das Bundesarbeitsgericht für „gut“ nennt, steht oben im Abschnitt zur Note.

Im Zeugnis steht: Er führte die Lagerbuchhaltung stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Im Klartext:

Derselbe Satz wie im ersten Abschnitt, ergänzt um die Zeitangabe. Aus der Note 3 wird die Note 2.

Was das Wort behauptet, hat das Gericht ebenfalls beschrieben: „Stets“ und „immer“ bedeuten ein Mehr gegenüber dem, was üblicherweise erwartet werden konnte. Sie bedeuten nicht, dass während des ganzen Arbeitsverhältnisses nie ein Fehler unterlaufen ist (Az. 9 AZR 584/13).

Eine bessere Formel allein macht noch kein besseres Zeugnis. Sie muss zu den Einzelaussagen davor und zur Verhaltensbeurteilung passen, sonst entsteht der Bruch aus dem vorigen Abschnitt in umgekehrter Richtung. Und sie muss zutreffen: Ein Zeugnis muss nach demselben Urteil in erster Linie wahr sein, wohlwollend ist es nur im Rahmen der Wahrheit.

Wer seinen Arbeitgeber um eine Änderung bitten möchte, kann einen ausformulierten Vorschlag beilegen. Der Gegenentwurf des Zeugnis-Checks ist eine solche Vorlage, samt Anschreiben. Eine Zusage, dass der Arbeitgeber den Vorschlag übernimmt, ist damit nicht verbunden.

Häufige Fragen: Zur vollen Zufriedenheit

Ist „zur vollen Zufriedenheit“ im Arbeitszeugnis gut oder schlecht?

Weder noch. Die Formel steht für die Note 3 (befriedigend) und bescheinigt eine durchschnittliche Leistung. Versteckte Kritik ist sie nicht. Zur Note 2 fehlt eine Zeitangabe wie „stets“. Deutlich schwächer sind Formeln mit einer Einschränkung oder dem bloßen Bemühen, siehe was „stets bemüht“ bedeutet.

Ist „zu unserer vollen Zufriedenheit“ dieselbe Note wie „zur vollen Zufriedenheit“?

Ja. Ob „zur“, „zu unserer“ oder „zu meiner vollen Zufriedenheit“ dasteht, ändert an der Lesart nichts: Ohne Zeitangabe ist es die Note 3. Auch das Bundesarbeitsgericht spricht verkürzt von „zur vollen Zufriedenheit“, wenn im Zeugnis „zu unserer vollen Zufriedenheit“ steht (Urteil vom 14.10.2003, Az. 9 AZR 12/03).

Was ändern „stets“ und „vollsten“ an „zur vollen Zufriedenheit“?

Beide heben die Note. Mit „stets“ davor wird aus der Note 3 die Note 2. „Vollsten“ statt „vollen“ werten wir ebenfalls mit Note 2, und beides zusammen ist die Note 1. Entscheidend ist, dass sich die Zeitangabe auf die Zufriedenheitsformel bezieht und nicht auf einen anderen Teil des Satzes.

Kann ich verlangen, dass aus „zur vollen Zufriedenheit“ ein „stets zur vollen Zufriedenheit“ wird?

Das hängt vom Einzelfall ab. Allgemein gilt nach dem Bundesarbeitsgericht: Wer eine bessere Schlussbeurteilung als „zur vollen Zufriedenheit“ will, muss im Rechtsstreit die Tatsachen vortragen und beweisen, die sie rechtfertigen (Urteil vom 18.11.2014, Az. 9 AZR 584/13). Ob das in Ihrem Fall gelingen kann, klärt nur eine Rechtsberatung. Wie Sie um eine Änderung bitten können, beschreibt die Seite Arbeitszeugnis zu schlecht.

Wie lässt sich „zur vollen Zufriedenheit“ ins Englische übertragen?

Sinngemäß, nicht wörtlich. „To our full satisfaction“ liest sich im Englischen wie uneingeschränktes Lob. Zur Note 3 passt eher eine Formulierung wie „She performed reliably and met our expectations.“ Mehr dazu: Arbeitszeugnis auf Englisch.

Reicht die Zufriedenheitsformel, um die Note meines Zeugnisses zu kennen?

Nein. Sie ist die zusammenfassende Leistungsnote. Verhalten und Schlussformel werden eigens abgestuft gelesen, und auch Auslassungen zählen. Die Formeln nach Bereichen finden Sie auf der Seite Arbeitszeugnis entschlüsseln, die ganze Skala unter Arbeitszeugnis-Noten.

KI-generiert, keine Rechtsberatung. Die Analyse ist eine automatische Auswertung der Zeugnissprache und kann Fehler enthalten. Sie trifft keine Aussage über rechtliche Ansprüche oder Erfolgsaussichten. Für eine rechtliche Einschätzung wenden Sie sich bitte an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Was sagt Ihr ganzes Zeugnis?

Die kostenlose Vorschau des Zeugnis-Checks zeigt die Gesamtnote.

Zeugnis prüfen